watching me fall
hm. nein, es geht nicht um the cure. aber “watching” hat grad so gepasst.
ich hab im Zug einem Mädchen (Sie war so alt wie ich, und Leute in meinem Alter kann ich nicht als Frau bezeichnen, weil “Frau” klingt für mich so alt…) beim lesen zugesehen. Ich musste.
Normalerweise schaue ich gern den Leuten beim Lesen zu. meistens haben sie einen entspannten Gesichtsausdruck und sind zufrieden. Lächeln ab und zu.
Aber die.
ich habs kaum ausgehalten! überall, in allen Fenstern hat sie sich gespiegelt, überall hab ich sie gesehen… und gehört.
Denn sie konnte nicht einfach das Buch in beiden Händen halten und lesen, sie hat mit der Rechten Hand abwechselnd in der Nase gebohrt und daran Fingernägel gekaut. DIE GANZE ZEIT! und den Finger mit einem schmatzenden Geräusch aus dem Mund gezogen.
Ich hasse Schmatzgeräusche. oder Essgeräusche. ich weiss, dass ich zu empfindlich bin auf Geräusche, aber ich kann mir nicht helfen… es ist einfach so.
ich ertrage es nicht, wenn jemand in meiner Nähe Kaugummi kaut… jedenfalls nicht, wenn ich es hören kann oder bei jedem mal Draufbeissen das Maul… verzeihung, der Mund penetrant weit aufgerissen wird und man aussieht wie eine wiederkäuende Kuh.
Aber ich glaub, die Leute merken das gar nicht… die machen das unbewusst… wenn sie sich mal selber sehen könnten, die würden sich in Grund und Boden schämen.
ähm ja. Zur Rodelbahn schreib ich Morgen was.